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Schriftliche Präsentation im Internet


Die Psychose - Information zur Erkrankung, Psychoseformen, Behandlungsmethoden





Einleitung

Ziel dieser Internetseite ist, kurz, bündig und überschaubar darzustellen, was eine Psychose ist, welche Formen sie annehmen kann, welche Risiken und Gefahren bestehen und was die heutigen Behandlungsansätze sind. Studenten schreiben Bachelor-, Master- und Doktorarbeiten rund um dieses Thema, Ärzte und Psychologen forschen bis heute an Psychosen, ihren Ursachen und Behandlungsmethoden. Die Forschung streitet darüber, inwieweit genetische und soziale Faktoren eine Rolle bei Psychosen spielen und der Bezug vom Mensch zu seiner Umwelt. Auf dieser Seite wird kurz erläutert, worum es bei diesem Thema geht, dabei wird im Schlusswort das heutige System mit seinen gängigen Meinungen und Behandlungsansätzen kritisch hinterfragt. Psychosebehandlung.de verschafft dem Internetsurfer einen kleinen Überblick zu diesem Thema und klärt auf. Auf Quellenangaben wurde verzichtet, man lese sich eigenständig Bücher und andere Internetseiten zu diesem Thema durch und nehme vergleichenden Bezug auf die Inhalte dieser Website.



Was ist eine Psychose - Information und Aufklärung

Die Psychose ist neben der Depression die weitaus häufigste psychische Erkrankung. Von einer Psychose betroffene Personen sind häufig nicht mehr in der Lage, ihre Umgebung normal wahrzunehmen, mit dem alltäglichen Leben normal umzugehen und in einem relativ neutralen Bezug zu ihrer Umwelt und Umgebung zu stehen. Psychosen enden meistens in Konflikten mit der eigenen Lebenssituation, Lebensstruktur und dem Umfeld und können den eigenen weiteren Lebenslauf in Sackgassen führen, bei Selbst- und Fremdgefährdung durch Psychosen schreibt das Gesetz Zwangsmaßnahmen vor.

Psychosen entstehen in der Regel durch eine falsche Verarbeitung von Sinnesreizen, Informationen, Gefühlen und Umwelteindrücken im Gehirn, begünstigt durch soziale Konflikte, spezifischen Stress, bestimmte Drogen, Reizüberflutungen und Daseins-Zustände ohne ausreichend Integration in ein spezifisches, zum Beispiel soziales, regionales oder berufliches Umfeld.

Symptome einer Psychose sind Falsche Wahrnehmungen des sozialen Umfeldes und der allgemeinen Umwelt, und falsche Wahrnehmungen mit den eigenen Sinnen, zu viele teils unwirkliche Gedanken und innere Unruhe. Der Erkrankte lebt in seiner eigenen Gedankenwelt, Gefühlswelt und Wahrnehmung, dies kann mehr oder weniger zu Konfliktsituationen, Anspannung, Gefährdung und in die Isolation führen, eine entsprechende Behandlung und Therapie kann notwendig werden. Im Verhalten äußert sich die Psychose durch falsche Reaktionen auf Reize und Umwelt, beispielsweise Überreaktionen, in Maßlosigkeit im finanziellen, beruflichen, gesundheitlichen und sozialen Umgang und in allgemein unruhigem Verhalten. Die Sensibilität für bestimmte Wahrnehmungen und Dinge kann unter einem Psychotischen Zustand verringert sein. Der Betroffene kann auch leicht erregbar, dünnhäutig und von unangemessenen Impulsen beherrscht sein und schlecht schlafen und ruhen. Es ist schwierig und manchmal nicht fair, wenn man psychotische Symptome und damit verbundene kriminelle Handlungen bewertet und gesetzlich verurteilt.

Psychotisches Verhalten kann verschiedene negative Folgen haben: Soziale Auffälligkeit kann zur Isolation führen, Unruhe kann sich in bisher stabilen Lebensstrukturen und dem Arbeitsverhältnis schlecht auswirken und verlorene Sensibilität kann Fehler in der Lebensgestaltung und falsche Reaktionen auf die Reize in der Umwelt zur Folge haben. In manchen Fällen kommt es zu Straftaten, wobei die Täter in der Gerichtspsychiatrie für immer weggesperrt werden können aufgrund einer Gefahr der Art der Erkrankung für die Sicherheit der Allgemeinheit. Zum Teil sind Psychotiker nach ihrer Entlassung und "Heilung" nicht mehr zu resozialisieren, weil sich Familie und soziales Umfeld langfristig und unumkehrbar abgewendet haben. Manche Verhaltensweisen sind nicht mehr rückgängig zu machen, Psychosefälle können auch in Körperlichen Unfällen, Armut, Arbeitslosigkeit und Einsamkeit enden.

Behandlungen von Psychosen können solch einen krisenhaften Lebenszustand teilweise nicht mehr verhindern und daher sinnlos sein. Postpsychotische Zustände, die nach der ärztlichen und medikamentösen Behandlung einer Psychose entstehen, können im Selbstmord des Patienten enden, in Depressionen, und den Beteiligten im Umfeld nicht mehr weiterhelfen. Psychosen klassisch zu behandeln kann schiefgehen oder nichts mehr n¨tzen und daher sollte man manche Patientenfälle besser in einem friedlichen kranken Zustand belassen und quasi mit ihren "Macken" und "Verhaltensauffälligkeiten" tolerieren.



Wesentliche Psychosefaktoren und Ursachen



Behandlungsmethoden und Heilungschancen der Psychose

Abhängig von der Schwere der Psychoseerkrankung werden heutzutage Neuroleptika und Beruhigungsmittel, zu denen auch Schlaftabletten zählen, in der Regel in unterschiedlich hohen Akut- und Bedarfsdosierungen und Kombinationen gegeben. In manchen Psychosefällen werden Medikamente nicht gleich gegeben, und reicht es bereits aus, nur sein Leben zu verändern, Gesprächstherapien zu machen und mehr Entspannung und Integration zu finden. In anderen Fällen kommt es zur Einweisung in die Psychiatrie, zur Entmündigung und zu medikamentösen Zwangsbehandlungen.

Ist eine Lebens- und Verhaltensänderung nicht möglich oder ausreichend, werden Medikamente zusätzlich verordnet, das ist meistens der Fall. In der Akutphase sollen höher dosierte Neuroleptika wie beispielsweise 'Haldol' und 'Olanzapin' und Tranquilizer wie 'Tavor' und 'Diazepam' den Patienten zur Ruhe bringen, bändigen und aus seinen teils krankhaften Gefühlszuständen und eigenen Gedankenwelten herausholen, später sollen niedriger dosierte Psychopharmaka in einer Langzeitbehandlung das Rückfallrisiko verringern und weiterhin stabilisierend wirken.

Lebensabschnitte, die aufgrund der Psychose zu Ende gegangen oder nicht mehr weiter zu leben sind, werden im Krankenhaus besprochen und abgehakt, neue Lebensplanungen werden diskutiert und unterstützt. Manche Patienten halten ihre Lebenskrise, ihren zwanghaften Klinikaufenthalt oder die Nebenwirkungen der Psychopharmaka nicht aus und begehen Selbstmord; Psychosen und insbesondere auch ärztlich behandelte Psychosen können in schweren Depressionen enden. Auch nach einer Psychose ist eine weitere therapeutische Begleitung sinnvoll, der Betroffene muss auf den neuen und teilweise schwierigen Lebenswegen begleitet werden, dazu gehören auch Hilfe bei Resozialisierung, Reintegration, Behördenangelegenheiten und Nachsorge, manche Patienten bekommen diesbezüglich vom Gericht einen gesetzlichen Betreuer zur Seite gestellt.

Psychotische Symptome wie Realitätsverlust, Wahrnehmungsstörungen, innere Unruhe und mangelnder Bezug zum wirklichen Leben können durch Psychopharmaka behandelt werden. Bestimmte Neuroleptika und Tranquilizer beruhigen das Nervensystem, unterdrücken Wahrnehmungen, Gedanken und Sinne, beenden Reizüberflutungen, realitätsfremde Wahrnehmung und angespannte Zustände. Einzelne Präparate machen zum Beispiel müde, verlangsamen die Bewegung der Muskeln und haben eine besonders große dämpfende Wirkung. Angstzustände, Schlafstörungen, Aggressivität, unruhige Gefühle und vom Alltag abschweifende Gedanken können medikamentös reduziert werden. Wahrnehmungen von innen und außen können beispielsweise durch Neuroleptika unterdrückt werden, wobei sie den Kopf freier und entspannter machen. Nebenwirkungen von Neuroleptika und Beruhigungsmitteln sind vom Präparat abhängig unterschiedlich stark ausgeprägt. Ärzte erlauben den Patienten meistens ein Mitspracherecht bei der Wahl der Präparate, und nicht immer gelingt ein geeigneter Kompromiss, der dem Patient ein Minimum an oder gar keine Nebenwirkungen ermöglicht. Bei Langzeitdosierung der Psychopharmaka zur langfristigen Stabilisierung des "Neuen Lebens" nach der Psychose und zur Rückfallprophylaxe setzt häufig psychische Stabilität ein, abhängig davon variieren Psychiater Dosierung und Bedarf. Allerdings können die Nebenwirkungen bei Langzeitbehandlungen als sehr störend empfunden werden; Patienten finden in diesem Fall nicht wirklich und erfüllend in ein neues Leben zurück und sind aufgrund der Medikation auch depressiv, gedämpft, wie gelähmt und sogar arbeitsunfähig und werden Frührentner. Patienten, die Neuroleptika einnehmen sollen, können zum Teil mit Hilfe eines medizinischen Attestes einen Schwerbehindertenausweis beantragen. Es gelingt nicht immer, eine Psychose mit den individuell angepassten Medikamenten und Dosierungen zu heilen, oder nach der Psychose gesundheitlich stabil von den Medikamenten wieder loszukommen. Psychosen sind keine leicht zu heilende Erkrankung und werden häufig in der Praxis leider nur mit Hilfe von Psychopharmaka behandelt und den damit verbundenen Schweren Nebenwirkungen.

Geheilt sind Psychosen meistens dann, wenn der Patient in einen neuen stabilen Lebensabschnitt gelingen kann und alte Auslösefaktoren der Psychose nicht mehr auftreten, oder wenn der Patient richtig mit seinen Krankheitssymptomen, Frühwarnzeichen und Medikamenten taktiert. Eine Bedarfsmedikation dosiert der Patient meistens selber, sein Psychiater oder ein Psychologe übernimmt vor allem die Funktion, ihm das beizubringen, er leistet Psychoedukation und überwacht zusammen mit dem Patienten seinen Zustand. Die Psychoedukation und Überwachung ermöglicht neben der Früherkennung von Symptomen und dem selbstständigen Einnehmen von Bedarfsmedikamenten auch ein eigenes ausgeglichenes Management von Reizüberflutung, Stress und Erholung. Oft reichen Ruhe und Entspannung aus, um eine ausbrechende Psychose einzudämmen, und Psychopharmaka kommen erst dann, wenn dieses alleine nichts mehr zu nützen scheint. Die Medikamente können dann einen natürlichen Entspannungs- und nervlichen Regenerationsprozess verstärken. Zudem wirken einige Neuroleptika und Tranquilizer als Angsthemmer und Beruhigungsmittel und können den Stresspegel selbst bei einer nur wenige Tage andauernden Einnahme senken. Viele Patienten sind also aufgrund einer neuen besseren Lebensführung genesen oder gehen aufgrund ihrer Psychoedukation und durch die Früherkennung von Psychosesymptomen richtig mit ihrer Krankheit um. Andere Patienten haben zwar langfristig keine Psychose mehr, leiden jedoch ständig unter den Nebenwirkungen ihrer Medikamente und sind antriebslos und depressiv geworden. Leider kommt es nur selten vor, dass an einer Psychose erkrankte Personen wirklich 100%ig geheilt sind und gänzlich wieder ein normales Leben führen können. Da psychisch kranke schwere Straftäter eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellen können, werden sie aufgrund zu geringer Heilungschancen für immer weggesperrt oder nach der Entlassung zwangsmedikamentisiert.




Psychoseforschung

Die Forschung auf dem Gebiet der Psychose hat noch viel Erklärungsarbeit zu leisten. Die Psychose ist nicht medizinisch messbar, das heißt, es gibt keine chemischen und biologischen Tests, anhand derer man eine Psychose genau nachweisen kann. Erregbarkeitszustände lassen sich zwar psychophysiologisch nachweisen, deuten aber nicht zwingend auf eine Psychose hin und schon gar nicht auf die genaue Art. Sie hat in meiner Meinung etwas mit der Seele, dem Gehirn und dem Umfeld des Menschen zu tun - ist oft Schicksal und immateriell. Gerade weil man auf dem Gebiet der Psychose verbreitet die Ebene des Physikalischen verlässt, ist sie so schwer zu begreifen und zu verstehen. Hier fallen Psychologie, Geisteswissenschaft, Soziologie und Medizin bei der Herausforderung der Erforschung der Psychose zusammen. Genetische, soziale und umweltbezogene Faktoren haben auch ihren Einfluss auf den Psychoseverlauf und die Heilungschancen. In Zukunft sollte man noch gezielter Versuchen, Ursachen und Krankheitsbilder zu erklären und zu therapieren, in der heutigen Zeit sind die Psychopharmaka zwar hilfreich bei den Psychosesymptomen, aber oft unverträglich und im besten Fall das kleinere Übel. Die Heilungsquote könnte durch weitere Forschung verbessert werden, und neue noch verträglichere Medikamente und Anwendungsmethoden wären hilfreich.



Schlusswort und Kritik am heutigen System

Die Nebenwirkungen der Medikamente, die bei Psychosen gegeben werden, teilweise über viele Jahre hinweg verabreicht, sind oftmals hoch und ermöglichen den Patienten nach ihrer Genesung nur eingeschränkte Lebensqualität. Von einer tatsächlichen Heilung nach der Psychose kann keine Rede sein, wenn die Einschränkungen der Medikamente ein neues Gesundheitsproblem geworden sind. In der heutigen Gesellschaft wird häufig Druck auf Patienten ausgeübt, die entsprechenden Medikamente zu nehmen - dazu zählen gerichtliche Instanzen, Ärzte, Freundeskreise und Familie - Mitleid und Bedenken bei den negativen Wirkungen der Psychopharmaka auf Körperfunktionen und Lebensgefühle werden zu wenig gezeigt. Zu sehr steht im Mittelpunkt der heutigen Heilungsstrategien und psychiatrischen Therapien die Anwendung von teilweise starken Beruhigungsmitteln sowie Neuroleptika. Das Netz aus sozialen Hilfseinrichtungen, Maßnahmen zur Reintegration in Gesellschaft, Beruf und die Wohngegend ist zum Teil zu schlecht, und die Anzahl frei wählbarer Ärzte und Therapeuten zu gering. Viele Patienten stehen am Ende ihrer behandelten Psychischen Erkrankung auch ohne genügend Perspektiven und gesellschaftliche Integration da, in manchen Fällen endet die behandelte Psychose dann sogar im Selbstmord. Die Forschung und Verbesserung der Behandlungsstrategien von Psychosen sollten sich zum Ziel setzen, die Selbstmordrate während der Therapien zu verringern, Nebenwirkungen der verabreichten Medikamente reduzieren und die Lebensqualität von geheilten Patienten zu vergrößern. Weitere neue Medikamente gehören her und alte Präparate überarbeitet. Statistiken über Therapieerfolge hinsichtlich der sozialen, beruflichen und gesundheitlichen Wiedereingliederung nach der Psychose in ein normales Leben sollten durch überarbeitete Behandlungsstrategien verbessert werden. Bei der Behandlung von Psychosen gibt es noch Verbesserungsbedarf, wie heutige schlechte Erfolgsstatistiken und viele Patientenfälle belegen.



Recherche, Textarbeit und Webdesign:  Benjamin Winter,    Hamburg,   2003,  2013







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Letztes Update 8.11.2013









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